Tipps zum richtigen Heizen und Lüften

Ein falsches Raumklima ist oft nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu baulichen Schäden oder Schimmel führen, was für die Gesundheit äußerst schädlich ist. Auch das Thema Energie sparen ist in diesem Zusammenhang wichtig. Wer die Umwelt schonen und Kosten senken möchte, kann mit richtigem Heizen und Lüften der Räume sowie der Entlüftung der Heizung viel erreichen.

Tipp Nr. 01 - Lüften Sie - aber richtig!

Grundsätzlich ist großzügiges Stoßzulüften immer besser, als das Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen. Dies verhindert zum einen die Entstehung von Schimmel - durch angekippte Fenster kühlen die Wände ab, dadurch haben Schimmelsporen dort die besten Chancen sich zu entwickeln - zum anderen können so auch Energie und Kosten gespart werden. Rund 200 Euro an Heizkosten werden pro Jahr durch falsches Heizen und Lüften im Durchschnitt verschwendet.

Übrigens - Im Schnitt gelangen in einem vier Personen Haushalt täglich rund 15 Liter Wasser als Dampf in die Umgebungsluft. Lüftet man nicht, schlägt diese sich an den Wänden nieder und kann zu Schimmel führen. Die Feuchtigkeit gelangt unter anderem durchs Kochen, Atmen, Duschen und das Aufhängen feuchter Wäsche n die Luft. Vermeiden Sie es deshalb, wenn möglich, die Wäsche im Inneren zu trocknen und nutzen Sie in der Küche die Dunstabzugshaube. Auch nach einer Dusche sollte das Fenster mindestens für 10 bis 15 Minuten komplett geöffnet werden.


Tipp Nr. 02 - Achten Sie auf den Platz und Abstand Ihrer Möbel!

Unmittelbar vor dem Heizkörper sollten sich keine großen Möbel befinden, da sie die Wärme aufnehmen, die eigentlich in den Raum strömen sollte. Für eine gute Luftzirkulation sollte der Abstand zwischen Heizkörper und Möbelstück aber auch zwischen Möbelstücken und Wänden mindestens 10 cm betragen.

Tipp Nr. 03 - Schließen Sie die Zimmertüren!

Achten Sie darauf auch die Zimmertüren nach Möglichkeit geschlossen zu halten. Nur so macht eine unterschiedliche Beheizung der Räume Sinn (siehe Tipp 4).

Tipp Nr. 04 - Stellen Sie die richtige Raumtemperatur ein!

Die optimale Zimmertemperatur liegt bei ca. 20 Grad. Gerade wenn Ihre Heizkosten sehr hoch sind sollten Sie über eine Anpassung der Raumtemperatur nachdenken. Eine Verringerung um 1 Grad kann schon bis zu 6% Heizkosten sparen.

 

Vom Deutschen Mieterbund empfohlenen Temperaturen:

Schlafzimmer - 16-18 Grad

Küche - 18-20 Grad

Wohnräume - 20-22 Grad

Bad - max. 23 Grad

 

Übrigens - Vorsicht vor dem Gedanken, dass gar nicht heizen, während man nicht im Haus ist, Kosten spart. Ein ausgekühltes Haus muss sich mit viel mehr Energie neu aufheizen und das kostet und dauert. Ist die Temperatur jedoch gemäßigt, wärmt sich der Raum viel schneller wieder auf.


Tipp Nr. 05 - Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit!

Feuchte Luft fühlt sich wärmer an als trockene. Das Problem: ausgerechnet Heizungen sorgen für trockene Luft. Dadurch fühlen sich ausgerechnet beheizte Räume kälter an als sie eigentlich sind. Halten Sie deshalb die Luftfeuchtigkeit auf einem optimalen Niveau von 40-60%. Dies kann man entweder durch einen Luftbefeuchter erreichen oder durch das Aufstellen von Grünpflanzen – Pflanzen geben einen Großteil des Gießwasser über die Blätter wieder ab.

Tipp Nr. 06 - Entlüften Sie Ihre Heizung!

Häufig bemerkt man, dass die Heizung beginnt zu gluckern oder nicht mehr richtig heiß wird. Dies sollte ein Zeichen zum Handeln sein. Wenn der Heizkörper gluckert und blubbert, ist es höchste Zeit, ihn einmal gründlich zu entlüften. Auf diese Weise entfernt man überschüssige Luft aus dem Heizungssystem, die sich nicht mit dem Wasser erwärmen kann. Dadurch lassen sich die Energiekosten um bis zu 20% (!) reduzieren. Führen Sie die Entlüftung der Heizung mindestens einmal pro Jahr durch, um sicherzugehen, dass sich keine Luft im Heizkörper befindet.


Tipp Nr. 07 - Lassen Sie Ihre Heizung regelmäßig warten und überprüfen!

Das Auto wird regelmäßig zur Inspektion in die Werkstatt gebracht. Die Heizung hingegen wird was Inspektion und Wartung angeht oft vernachlässigt und dass obwohl in kalten Wintern Heizkessel, Umwälzpumpen und Rohrleitungen bis zu 1.800 Stunden in Aktion sind. Diese Dauerbelastung hat dabei Folgen für Elektronik und Material. Allein Rußablagerungen können den Wirkungsgrad um ca. 6% herabsetzen. Die Wartung kostet zwar Geld, spart in vielen Fällen aber meist mehr Geld ein, da Verschleißteile rechtzeitig ausgetauscht werden können und teure Notdienste vermieden werden können. Gerne machen wir Ihnen ein individuelles Wartungsangebot ...


Tipp Nr. 08 - Lassen Sie Ihre Heizung hydraulisch abgleichen!

Vor allem ältere Heizsysteme leiden oft unter einer ungleichmäßigen Wärmeversorgung der Räume. Dabei bekommen Heizkörper nah am Heizkessel zu viel, weiter entfernte Heizkessel zu wenig Wärmeenergie ab. Viele machen nun den Fehler und erhöhen einfach die Pumpenleistung und Vorlauftemperatur. Dies führt nicht nur zu störenden Strömungsgeräuschen, da zu viel Wasser umgewälzt wird sondern auch – und das ist noch viel schlimmer – zu höheren Heizkosten, da zu viel Energie verschwendet wird. Mit einem hydraulischen Abgleich kann man dies vermeiden und 10-15% Heizenergie jährlich sparen. Kontaktieren Sie uns, damit wir Ihre Heizung effizienter machen können!

Tipp Nr. 09 - Nutzen Sie die Möglichkeit Heizprogramme zu programmieren!

Sie haben eine moderne Heizung? Super, bei vielen Geräten kann man einen Heizplan für verschiedene Wochentage und Zeiten einstellen. Die Heizung wird dann automatisch geregelt. Sollte Ihre Heizung diese intelligente Einstellung nicht unterstützen gibt es Lösungen, die auch nachträglich noch eingebaut werden können und sogar das aktuelle Wetter oder persönliche Gewohnheiten berücksichtigen. Dies spart zum einen Geld und steigert die Wohnlichkeit, da die Räume nach Ihren Vorlieben vorgeheizt sind.


Tipp Nr. 10 – Dämmen Sie Ihre Rohrleitungen!

Haben Sie schon einmal darauf geachtet ob Ihre Heizungsrohre gedämmt sind? Sollten Sie durch kalte Räume wie dem Keller verlaufen oder relativ lang sein ist es sinnvoll diese Rohre zusätzlich zu dämmen, da Sie auf diesen Wegen bereits viel Wärme verlieren.


Tipp Nr. 11 – Heizung modernisieren!

Die wohl größte Veränderung, aber auch die kostenintensivste Entscheidung. Dennoch mitunter die entschiedenste, da moderne Heizungen bis zu 30% effizienter arbeiten und so für eine erhebliche Kostenersparnis sorgen. So amortisieren sich auch die relativ hohen Anschaffungskosten meist schon nach kurzer Zeit. Außerdem gibt es Förderungsprogramme, die Sie bei der Finanzierung unterstützen. Spielen Sie mit dem Gedanken Ihre Heizung zu aktualisieren oder sind sich noch nicht ganz sicher? Warten Sie also nicht lange, sondern lassen Sie sich von uns beraten rund um all Ihre Fragen und Förderungsmöglichkeiten.

Übrigens – 8 von 10 Anlagen in Deutschland sind bereits älter als 15 Jahre und damit veraltet. Dass sich eine Heizung auch für Sie lohnt, ist also relativ wahrscheinlich.