Welche Heizung ist die Richtige?

Gibt es keine pauschale Antwort, welche Heizung zu empfehlen ist? Nein. Bei der Wahl der Heizungsart gilt es unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen, wobei natürlich auch die individuellen Ansprüche des Wohn- und Hausbesitzers von Relevanz sind. Einerseits spielt die Größe des Gebäudes eine Rolle, andererseits auch der Standort der Liegenschaft. Handelt es sich also um eine Wohnung in der Stadt oder ein Einfamilienhaus in ländlicher Gegend? Ein weiterer Faktor - das Budget. Welche Kosten können mühelos getragen werden? Dabei sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch all jene Kosten, die durch die Verwendung der Anlage entstehen, zu berücksichtigen. Nur wer einen kostenbezogenen Heizsysteme-Vergleich durchführt, der die Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten beinhaltet, kann am Ende die richtige Entscheidung treffen. Eine Gas-Heiztherme ist etwa günstig in ihrer Anschaffung; in der Erhaltung haben sich jedoch Pellets und Wärmepumpensysteme bewährt. Mitunter müssen auch die individuellen Verhaltensmuster herangezogen werden, um das passende System zu finden.

Alt- oder Neubau - welche Systeme werden bevorzugt installiert?

Ob eine mit Erdgas betriebene Heizung, eine Gasbrennwertheizung, eine Holzpellet-Heizung, ob doch Kombitherme oder auch Solarthermie - für Neu- und Altbauten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Auch die Frage, welcher Warmwasserspeicher (wobei natürlich auch die Größe des Warmwasserspeichers von Bedeutung ist), welcher Durchlauferhitzer oder welche modernen Technologien eingesetzt werden sollen, müssen im Vorfeld beantwortet werden. Im Regelfall sind Gasbrennwertheizungen oder Ölbrennwertheizung günstig in ihrer Anschaffung und daher, bei Neubauten, durchaus empfehlenswerte Alternativen. Zu beachten ist jedoch, dass das System auch zum Neubau passen muss. Vor allem bei Energiesparhäusern ist zu achten, dass die Anlage effektiver als andere Systeme ist. Auch bei den Kosten haben sich derartige Anlagen als effiziente und sparsame Variante dargestellt, die zudem noch eine geringe Investitionssumme aufweisen. 

Bei Altbauten ist vorwiegend auf die aktuelle Energieeinsparverordnung 2014 zu achten. Die "EnEV 2014" schreibt den Hausbesitzern zwar vor, ihre veralteten Konstanttemperaturkessel gegen neue Systeme zu tauschen, jedoch ist die Tauschpflicht nur in sehr wenigen Fällen tatsächlich zu erfüllen. In fast allen Fällen sind Geräte, die getauscht werden müssen, bereits ausgewechselt worden. Zu beachten ist, dass bei Altbauten nur Systeme verwendet werden sollten, die auch einfach eingebaut werden können. Dass neue Systeme auch automatisch für ein Kostenersparnis sorgen, liegt auf der Hand; wer seine veraltete Heizanlage tauscht, wird definitiv nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch seinen Kontostand. Oftmals muss auch gar nicht die gesamte Anlage getauscht, sondern lediglich einzelne Komponenten erneuert werden. Wer sich etwa für eine Umrüstung seiner bestehenden Gas-Heiztherme entscheidet, kann bis zu 30 Prozent an Kosten sparen.

Die verschiedenen Anlagen im Überblick

Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Alternativen; welches System am Ende gewählt wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, welches Heizsystem verwendet werden soll; am Ende muss im Rahmen eines Vergleichs der unterschiedlichen Systeme abgewogen werden, welche Anlage nicht nur günstig, sondern auch effizient ist.

Die Erdgasheizung

HGZ HeLSa GmbH Berlin | Heizung | Gasheizung | Gas-Brennwertkessel | Brennwerttechnik

Wer sich für eine Erdgasheizung entscheidet, muss einen Erdgasnetz-Anschluss haben (bei einer Flüssiggasheizung ist der Anschluss nicht erforderlich). Die Brennwertheizungen werden mit Erdgas besonders stark befeuert, arbeiten effizient und sind zudem sparsam. In vielen Fällen stellt die erdgasbetriebene Anlage eine Allround-Lösung dar, die in Neubauten gerne zum Einsatz kommt, aber auch - bei vorhandenem Anschluss - in Altbauten gerne nachträglich eingebaut wird.

Die Flüssiggasheizung

Ist Erdgas - aufgrund eines nicht vorhandenen Anschlusses - nicht möglich, gibt es die Alternative mit Flüssiggas. Das Flüssiggas wird - wie Heizöl - angeliefert, in einem dafür vorgesehenen Tank gespeichert, wobei hier vorwiegend Außentanks zum Einsatz kommen. Flüssiggasheizungen sind zwar in der Anschaffung teurer als Erdgasheizungen, benötigen dafür jedoch keinen eigenen Anschluss.


Die Ölheizung

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Auch eine Ölheizung stellt eine Alternative für Gebäude dar, die über keinen Erdgasanschluss verfügen. Auch wenn Öl - im direkten Vergleich zu Erdgas - einen deutlich höheren CO²-Ausstoß hat, sind die heute auf dem Markt erhältlichen Geräte mit den älteren Systemen kaum noch zu vergleichen. Der Ruf, dass eine Ölheizung sehr wohl umweltschädlich sei, ist heute überaltert. Wer sich für die neue Brennwerttechnik entscheidet und im Zuge der Sanierung einen neuen Standardkessel oder sogenannte Niedertemperaturgeräte verwendet, kann sich über ein effizientes System freuen.

Die Pelletheizung

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Bei Pelletheizungen werden gepresstes Sägemehl oder Holzspäne verfeuert. Um eine automatische Zuführung zu gewährleisten, benötigt der Hausbesitzer ein Pelletlager und einen dazu passenden Fördermechanismus. Pelletheizungen sind teuer in ihrer Anschaffung, heizen aber CO²-neutral und sind äußerst umweltfreundlich und - verglichen mit anderen Anlagen - günstig im Verbrauch.


Die Wärmepumpe

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Ob Neu- oder Altbau, ob Wohnung in der Stadt oder Haus am Land - die Wärmepumpe ist bei jeder Art von Gebäude sinnvoll. Vor allem deshalb, weil Wärmepumpen mit Strom betrieben werden. Vor allem dann, wenn es sich um Neubauten mit niedrigen Wärmeenergiebedarf und guter Wärmeisolierung handelt, stellen Wärmepumpen eine sinnvolle Möglichkeit dar, die Gegebenheiten zu heizen. Für Vielverbraucher oder Bewohner von Altbauten, die keine Wärmedämmung haben, sind Wärmepumpen jedoch oft - im Verbrauch - extrem teuer und daher nicht empfehlenswert.

Die Brennstoffzellenheizung

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Immer wieder im Gespräch: die Brennstoffzellen-Heizung. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, ob eine derartige Anlage überhaupt ein Einfamilienhaus heizen kann. Grundsätzlich reicht - in Verbindung mit dem Heizkessel - die Leistung definitiv aus, um das Haus im Winter mit genügend Wärme zu versorgen. Die Brennstoffzellen-Heizung kommt im Jahr auf rund 8.000 Betriebsstunden; etwa 50 Prozent der Energiekosten können definitiv eingespart werden. Das Haus wird - 365 Tage im Jahr - mit genügend Wärme versorgt, wobei der erzeugte Strom bis zu 70 Prozent des Gesamtstromverbrauchs reduzieren kann. Am Ende spielen jedoch verschiedene Faktoren eine wesentliche Rolle, ob sich die Anschaffung - die mitunter zwischen 10.000 und 20.000 Euro betragen kann - lohnt. Bei der Anschaffung ist zu beachten, ob bauliche Anpassungen durchzuführen sind und ob die Versorgungsleistungen installiert werden können. Vor allem können Umbauarbeiten und die damit verbundenen Kosten dazu führen, dass von der derartigen Anlage Abstand genommen wird.


Das Blockheizkraftwerk

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Blockheizkraftwerke lohnen sich vorwiegend in Mehrfamilienhäusern, Schulen oder auch Industriekomplexen; Ein- oder Zweifamilienhäuser sollten auf dieses System jedoch verzichten, da sich die Anlage - bei weniger Betriebsstunden - erst nach rund 15 bis 20 Jahren rentiert und somit keinesfalls wirtschaftlich ist.

Die Gasetagenheizung

Bei einer Gasetagenheizung spielen Kosten, Wirkungsgrad und auch die flexible Installation eine wesentliche Rolle. Zu unterscheiden ist, ob eine gewöhnliche Gastherme für Heizzwecke oder eine Kombitherme - die für die zusätzliche Aufbereitung von Warmwasser genutzt wird - verwendet werden soll. Ebenso ist die Frage zu beantworten, ob die Gasetagenheizung für die Wohnung oder das Einfamilienhaus genutzt wird. Empfehlenswert sind dabei aber vorwiegend kleinere Einfamilienhäuser; der Durchlauferhitzer kann große Wassermengen nur bedingt erwärmen. Bei Gasthermen sieht die Sache anders aus: Hier können auch größere Einfamilienhäuser problemlos beheizt werden, sofern eine gute Wärmedämmung gegeben ist.


Brennwertkessel oder Heizwertgerät?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man sich für einen Brennwertkessel oder ein Heizwertgerät entscheiden soll. Der direkte Vergleich zeigt aber immer wieder, dass ein moderner Brennwertkessel durchaus weniger Energie als ein Heizwertgerät benötigt; vor allem dann, wenn auf neue Produkte gesetzt wird, können Unmengen an Energien gespart werden.

Die Fußbodenheizung

Intelligente Heizungssteuerung

Heutzutage gibt es auch die Möglichkeit, eine intelligente Heizungssteuerung zu errichten. Dabei ist oftmals nur eine Aufrüstung der bestehenden Brennwerttechnik notwendig; gravierende Umbaumaßnahmen bleiben den Besitzern im Regelfall erspart. Mittels moderner Technologie können die Systeme bereits per Smartphone - via App - gesteuert werden; ein weiterer Vorteil besteht in der Tatsache, dass die Systeme auch lernen und sich an das Verhalten der im Haushalt lebenden Personen anpassen können. Dabei berücksichtigen derartige Systeme auch Wärmedämmungen oder das aktuelle Wetter bzw. greifen auch auf Wetterberichte zu. Erfahren Sie mehr über intelligente Heizungssteuerungen ...

"Öko-Wärme" als sinnvolle Alternative?

Die Anlage soll auf ressourcenschonende Technologien zurückgreifen, energieeffizient und mitunter "intelligent" sein. Wer derartige Anforderungen hat, wird an der sogenannten "Öko-Wärme" nicht vorbeikommen. Ob Wärmepumpen, Holzpelletheizung oder Solarthermie - mitunter können jene Systeme auch mit einem Gasbrennwertkessel oder einer ölbetriebenen Heizung kombiniert werden. Solare Heizungsunterstützung sorgt nicht nur eine Kostenersparnis, sondern auch für ein umweltfreundliches Heizen der eigenen vier Wände. Werden sogenannte Sonnenkollektoren auf dem Dach angebracht, kann die Sonnenkraft genutzt werden. Die Energie wird gesammelt und direkt in ein Trägermedium - vorwiegend Wasser - abgegeben. Das warme Wasser wird in einem wärmeisolierten Tank gespeichert; mitunter können auch - durch umweltfreundliche Heiztechniken - Kombinationen mit anderen Heizsystemen erfolgen. Jene Vorgänge sorgen nicht nur für eine Aufwertung der Immobilie, sondern senken auch die Betriebskosten. Dank verschiedener Förderprogramme werden Kunden dahingehend auch bei den Anschaffungskosten unterstützt. Solare Heizungsunterstützung ist immer wieder ein Thema und soll den Bewohnern dabei helfen, einerseits die Umwelt, andererseits die eigenen Finanzen zu schonen.

Lohnt sich ein neues System?

5,9 Millionen Haushalte werden mit Heizöl gewärmt; 5,6 Millionen Systeme sind jedoch bereits veraltet. Für viele Deutsche ist der Wechsel auf ein anderes Heizsystem natürlich auch eine Kostenfrage. Doch oftmals wird - wenn man das alte Gerät weiterhin verwendet - am falschen Ort gespart. Der Tausch einer auf Öl basierenden Anlage kostet um die 7.000 Euro. Mit staatlichen Förderungen kann der Preis um bis zu 10 Prozent reduziert werden. Zu beachten ist, dass selbst der Wechsel von Öl auf Gas dazu führt, dass man in weiterer Folge auch bei den Betriebskosten Geld spart. Jedoch müssen Kosten - sofern ein Gasanschluss nicht vorhanden ist - von bis zu 2.000 Euro (einmalig) hinzugerechnet werden. Die jährlichen Wartungskosten liegen zwischen 100 und 200 Euro. Doch nicht immer sind extreme Umbauten oder Erneuerungen notwendig; in vielen Fällen reicht bereits der Tausch des Gasbrennwertkessels aus, um Geld zu sparen.